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25.08.2008 - Nationalmuseum im Fadenkreuz: Ausstellung zum August ´68

Auf das Prager Nationalmuseum zielt wieder eine Panzerkanone – seit dem vergangenen Donnerstag.

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Der Panzer, der vor dem Museumsgebäude auf dem Prager Wenzelsplatz steht, ist diesmal Bestandteil einer Sonderausstellung, die anlässlich des 40. Jahrestages des Einmarsches der Warschauer Pakttruppen in die Tschechoslowakei vorbereitet wurde.

Wenn man am Nationalmuseum vorbeigeht, könnte man für einen Augenblick meinen, man würde plötzlich in die Zeit vor 40 Jahren versetzt. Direkt an der Museumsfassade liest man Aufschriften, die die Okkupanten zur Rückkehr in ihre Heimat auffordern, es hängen Das Aroma ist das Wichtigste: In Prag wurde ein Kaffeemuseum eröffnet ...
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hier Plakate, Karikaturen sowie Gedichte, die sich über den Russen lustig machen – genauso wie man sie in den Schaufenstern oder auf den Fassaden der Häuser im August 1968 lesen konnte. Sogar ein Zeitungskiosk mit Magazinen und Tagesblättern von damals fehlt vor dem Museum nicht.

Der Direktor des Prager Nationalmuseums, Michal Lukeš, erinnerte bei der Eröffnung der Ausstellung am 21. August daran, dass vor genau 40 Jahren die tschechoslowakischen Bürger um ihre Illusionen kamen und ihre Freiheit verloren.

„Das Nationalmuseum ist als Institution, aber vor allem auch als Gebäude zum Symbol der Ereignisse vom August 1968 geworden. Am 21. August um 11.20 Uhr hatten die Okkupanten das Museum angegriffen und teilweise zerschossen. Die Spuren der Schüsse sind hier bis heute zu sehen. Aus dem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen diese Ausstellung sowie weitere Veranstaltungen vorbereitet.“

Die Ausstellung besteht aus drei Teilen. Draußen vor dem Museum wird die Atmosphäre der Prager Straßen vom Beginn der Okkupation vermittelt. Im Geiste der Aufschrift, die damals in einer der Prager Schaufenster auftauchte, wollen die Veranstalter vor allem bei der jüngeren Generation das Interesse für die Geschichte erwecken. Die erwähnte Aufschrift vom August 1968 lautete: „Zeigt euren Kindern das Nationalmuseum, damit sie nicht vergessen.“

In der Eingangshalle des Museums wird der Prager Frühling 1968, die Okkupation sowie die nachfolgende politische Entwicklung bis zum Beginn der so genannten „Normalisierung“ dargestellt. Zu sehen sind Dokumentaraufnahmen, aber auch Exponate, die zum ersten Mal ausgestellt werden – wie beispielsweise Gegenstände aus dem Nachlass von Jan Palach.

Abschließend kann man Fotos, Dokumente und Gegenstände besichtigen, die die Bürger aufgrund eines Aufrufs im Tschechischen Fernsehen dem Museum zugeschickt hatten. Die Ausstellung mit dem Titel „…und es kamen die Panzer“ ist vor und im Nationalmuseum bis Ende September zu sehen.



(radio-Prag)


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